Mit einer grandios freihändigen Prozession über den Giovanni-Mythos gelang Ulrike Schwab der Durchbruch. Was an der Neuköllner Oper mitten im Publikum zündete, hatte die Intensität einer von innen brennenden Kollektiv-Performance. Die junge Regisseurin, bislang vor allem in der Freien Szene unterwegs, hat jüngst erste Erfahrungen mit einem Repertoire-Hit auf der großen Bühne eines Stadttheaters gesammelt – in Bremen inszenierte sie Leoncavallos Pagliacci. Derzeit probt die ausgebildete Sopranistin an der Volksoper Stockholm Mozarts Così fan tutte (auf Schwedisch). Im August 2021 wurde ihr im Rahmen der Salzburger Festspiele der mit 30.000 Euro dotierte Förderpreis der Mortier Awards für Musiktheater verliehen. VAN schaut auf den Kern der Arbeiten Ulrike Schwabs.
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