Mit einer grandios freihändigen Prozession über den Giovanni-Mythos gelang Ulrike Schwab der Durchbruch. Was an der Neuköllner Oper mitten im Publikum zündete, hatte die Intensität einer von innen brennenden Kollektiv-Performance. Die junge Regisseurin, bislang vor allem in der Freien Szene unterwegs, hat jüngst erste Erfahrungen mit einem Repertoire-Hit auf der großen Bühne eines Stadttheaters gesammelt – in Bremen inszenierte sie Leoncavallos Pagliacci. Derzeit probt die ausgebildete Sopranistin an der Volksoper Stockholm Mozarts Così fan tutte (auf Schwedisch). Im August 2021 wurde ihr im Rahmen der Salzburger Festspiele der mit 30.000 Euro dotierte Förderpreis der Mortier Awards für Musiktheater verliehen. VAN schaut auf den Kern der Arbeiten Ulrike Schwabs.


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schreibt seit den frühen 1990ern über Musik und anverwandte Themen. Als Schüler schlug er sich mit Latein und Altgriechisch herum, sonntags saß er auf der Orgelbank. Seine arg limitierten Tastenkünste mutet er heute nur noch sich selber zu. Drei Jahre lebte er in den USA, zwei Jahre in England. An der Freien Universität Berlin und State University of New York at Buffalo studierte er Germanistik, Anglistik, Amerikanistik und Philosophie. Von 1993 bis 2004 war er der für Musik, Medien und Kunst...