VAN: Bis zu einem bestimmten Punkt liest sich Ihre Biographie wie die eines typischen klassischen Musikers: Sie haben mit vier Jahren angefangen, Geige zu spielen, Jugend-musiziert-Wettbewerbe gewonnen, im Landesjugendorchester NRW gespielt … Wann und warum haben Sie den Weg verlassen?

Sabin Tambrea: Richtig erfüllt hat mich das aktive Spielen eigentlich nie, aber das wusste ich damals noch nicht. Weil ich nichts kannte, was mich mehr erfüllte als eben das. Erst als ich im Theater die andere Seite kennengelernt habe – dass es auch möglich ist, ohne Druck und Versagensangst eine Vorstellung zu bestreiten – kam so eine leise Ahnung: Mensch, da ist ja noch etwas anderes. Zunächst war das nur ein kleines Gefühl, bei dem ich erst den Mut entwickeln musste, dazu zu stehen. Ich war aus alter Gewohnheit fast schon skeptisch, dass etwas, was so viel Spaß macht, mit so wenig Angst und Überwindung von Scham einhergeht. 


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... ist Herausgeber von VAN. Er studierte Development Studies, Ethnologie und Asienwissenschaften in Berlin, Seoul, Edinburgh und London und arbeitete im Anschluss zehn Jahre als Berater in Projekten der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. 2014 gründete er mit Ingmar Bornholz den VAN Verlag, wo er auch als Geschäftsführer fungiert. hartmut@van-verlag.com