Im November 2014 veröffentlichte Sony Masterworks die Dokumentation Cameron Carpenter: The Sound of My Life als Beigabe zum im Sommer desselben Jahres erschienenen Album If You Could Read My Mind des amerikanischen Organisten. Im Film sieht man Carpenter, wie er sich das T-Shirt von der gestählten Brust reißt; wie er auf der einst legendären Berliner Schwulenparty »Chantals House of Shame« tanzt; wie er mit melancholisch in die Ferne schweifendem Blick an einem Strommast lehnt und raucht. Und das ist nur der zweiminütige Trailer. Der Film sieht aus wie der klägliche Versuch, die Aura eines Rockstars zu erschaffen – von einem Regisseur, dessen gesammeltes Wissen über Rockmusik aus einem kurzen Gespräch mit dem Neffen eines ehemaligen Groupies stammt.
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