Wir treffen uns auf der Aachener Straße in Köln, gehen in ein Café und sprechen als erstes über den Abend zuvor, über Ich habe genug. Letztes Jahr war es beim Kölner Fest für Alte Musik die Johannes-Passion, dieses Jahr die Bach-Kantate BWV 82 in der Trinitatiskirche: Vertreter der katholischen und evangelischen Kirche fungieren als Veranstalter einer szenischen Produktion des Werks, dafür wurde das Ensemble ein wenig aus dem Blickfeld gerückt, eine lange Tafel auf einer Bühne mitten im Publikum aufgebaut, an der Senior/innen, Schüler/innen der inklusiven Offenen Schule Köln und ein Schauspieler Sätze und Handlungen wiedergeben, die sich aus der gemeinsamen Beschäftigung mit dem Thema Tod ergaben. Das funktioniert künstlerisch nur in wenigen guten Momenten. Neben Bach wurde auch Martin Bechlers flächig-cinematische Komposition Omega als Uraufführung gespielt, der die Fragmentierung deutlich besser bekam als der Kantate.


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