»Gewalt ist faszinierend.« Robert Racine, Experimentalkünstler aus Montreal, erinnert sich, dass das Thema Brutalität in einem Gespräch mit dem Komponisten Claude Vivier im Frühling 1981 aufkam; wer von beiden den Satz gesagt hat, ist allerdings nicht ganz klar. Der Musikwissenschaftler Bob Gilmore beschreibt die Szene in seiner Vivier-Biographie: Vivier hatte gerade die Arbeit an seinem Stück Wo bist du Licht! beendet und es Racine gewidmet, ein Stück, das sich insbesondere mit politischer Gewalt auseinandersetzt. Das erste Mal hatte er es einer Gruppe von Freunden vorgestellt. Eine lange Diskussion folgte allerdings nicht – Vivier verabschiedete sich schnell, um feiern zu gehen. 


Jetzt abonnieren, um weiterzulesen.

Unbegrenzter Zugang zu allen aktuellen Artikeln und dem Archiv

VAN als unabhängiges Magazin wird maßgeblich über Abos getragen. Mit Ihrem Abo ermöglichen Sie unsere Arbeit und sichern die Zukunft von VAN.


Sie haben schon ein Abo?

... ist seit 2015 Redakteur bei VAN. Sein erstes Buch, The Life and Music of Gérard Grisey: Delirium and Form, erschien 2023. Seine Texte wurden in der New York Times und anderen Medien veröffentlicht.