An einem Mittwochvormittag im November bin ich mit der Geigerin Viktoria Mullova im Hotel de Rome am Berliner Bebelplatz verabredet. Sie kommt ein paar Minuten zu spät, entschuldigt sich aber gleich ehrlich höflich, sie habe damit gerechnet, dass ich mich über die Rezeption ankündige. Der freundliche Portier führt uns in einen abgetrennten Raum seitlich der Lobby. Wir bestellen eine Flasche Wasser. Am Abend zuvor ist Mullova zusammen mit der Pianistin Katia Labèque erstmals im Pierre-Boulez-Saal aufgetreten. Sie wirkt an diesem Morgen sehr zufrieden und entspannt. Später wird sie verraten, dass dieser Schein vielleicht trügt. Mullova ist eine sehr angenehme und geerdete Gesprächspartnerin. Man kommt schnell mit ihr ins Gespräch und möchte, dass es lange weitergeht.


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