In meinem Alltag begegne ich immer wieder einem Typ Mensch, für den ich Mitleid empfinde und dessen Einsamkeit und Alter mich traurig stimmen. Er sitzt alleine auf der Bank in der Sonne, führt langsam den alten Hund aus und im Supermarkt merkt man, wie schwer es fällt, nur noch für eine Person einzukaufen. Auch wenn mir die leere Betthälfte, der verwaiste Stuhl am Küchentisch und die Erinnerungsfotos auf der Anrichte verborgen bleiben: Am präsentesten ist nicht, was ich sehe, sondern was ich nicht sehe: die Lücke, der leere Raum, den eine vertraute Person nicht mehr ausfüllt. Den Machern des Animationsfilms Up! gelingt es, gemeinsam mit der Musik von Georges Bizet meinen Blick auf diese Menschen zu verwandeln.

Ellie und Carl Fredricksen lernen sich bereits als Kinder kennen. Das Paar verbindet seine Neugierde, die Sehnsucht nach Abenteuer und der Traum, einmal in Südamerika die Paradiesfälle zu sehen. Wie das Leben so spielt, bleibt dieser Traum bis ins Alter hinein unerfüllt. Als der inzwischen verrentete Carl versucht, sich und seiner geliebten Ellie doch noch den gemeinsamen Traum zu erfüllen und Flugtickets nach Südamerika bucht, ist es schon zu spät. Seine Frau verstirbt, noch bevor sie gemeinsam die Reise antreten können.


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