2011 verließ Huber, bärtiger, 1953 in Oberösterreich geborener, dort auch wieder lebender Dirigent und Komponist, den WDR Rundfunkchor und das Chorwerk Ruhr. Jetzt kehrt er zu zwei Anlässen in die hiesigen Konzerthallen zurück. Am 11. März leitet er den Chor des Bayerischen Rundfunks bei einem Konzert im Münchner Prinzregententheater. Der Abend besteht aus fünf Uraufführungen, darunter zwei Werke von Robert Moran. Der amerikanische Komponist hat John Cages 7-minütiges Vokalwerk Four2, »mehr oder weniger vergrößert, aufgeblasen, auf mein Klagen hin, dass es keine längeren Chorstücke von Cage gibt«, wie Huber sagt. Er hat sich schon immer für Cage stark gemacht, Four2, bei dem die Interpreten entscheiden, wann und für wie lange sie mit ihrem Ton einsetzen, ist für ihn eine »sehr originelle musikalische Zen-Praxis«.Sein eigener Antrieb hat mit Zen wenig zu tun, wie er uns erklärt. In den letzten Jahren scheint Huber immer mehr zum Kern seiner Leidenschaft zu finden – in der künstlerischen Ent-Äußerung des Menschen, im Ritual, im Schamanismus, in der Ekstase, mit Kräutern, Schalen, Hörnern, in einer singenden Gemeinschaft. Mit einer solchen, dem Ensemble Spinario, tritt er am 26.2. in Berlin beim Vokalfest Chor@Berlin auf. Wir haben ihn bei den Vorbereitungen für das Münchener Konzert am Telefon gesprochen.


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