Schmidt*150 wäre in diesem sich dem Ende nähernden Jahr dann doch zu weit gegangen. Wo selbst Schönberg*150 und Faure†100 und Ives*150/†70 nur eher Mittelwellen schlugen und wo Bruckner und Puccini sowieso ständig stattfinden, drauf gepfiffen, ob nun 200. Geburts- oder 100. Todestag oder nicht: Da hätte eine Abfeierung des 1874 geborenen österreichisch-ungarischen Komponisten Franz Schmidt den Jubiläumskranz wohl zum Überfackeln gebracht. Immerhin, das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin hat jetzt im Konzerthaus Berlin doch noch ein kleines, aber klangmächtiges Feierkerzlein entzündet – mit der Aufführung von Schmidts vierter, letzter Sinfonie in leuchtendem C-Dur. Diese Musik ist sanfter Flächenbrand, oder sagen wir, um die Elemente zu wechseln: unendlich scheinender Klangfluss.


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… lebt in Berlin, liebt Musik, schreibt Romane: u.a. ›Beethovn‹ (2020). Zuletzt erschien ›Silence‹. ✉️ KonzertgaengerBerlin@gmail.com