Interview mit Pandit Samir Chatterjee
Ein kleiner Raum in der Kölner Südstadt. Es pulst und pocht und wogt und hört hoffentlich nie wieder auf. In den zwei Trommeln, Dayan und Bayan, sind zwei Megacitys verborgen, voll mit Wellenbädern – anders sind die Klänge kaum zu erklären. Samir Chatterjee spielt Tabla. Das hat er sein ganzes Leben lang gemacht, seit er mit zweieinhalb Jahren, irgendwo in Kalkutta, sich dem Instrument näherte und ein kundiger Beobachter seinen Eltern sofort empfahl, dem Jungen die Gelegenheit zu bieten, das zu lernen. Mit 11 fand er seinen ersten Lehrer, der ließ ihn mit 15 Jahren zum ersten Mal alleine auftreten. (Es gibt aber auch die Geschichte von dem, der mit 13 in die Schülerschaft eintrat, und dem erst mit 39 gestattet wurde, alleine aufzutreten. Die Regel liegt irgendwo dazwischen.)

