»Wir kaufen gar nichts. Keinen einzigen Notenständer«, erklärte Eckart Hübner, der Dekan der Musikfakultät der Universität der Künste in Berlin (UdK), im Februar 2025 in VAN. Der Berliner Senat hatte beschlossen, die Hochschulverträge, die die Finanzierung für den Zeitraum 2024 bis 2028 vorgeben, nicht einzuhalten. Laut Nachtragshaushalt für 2025 standen insgesamt plötzlich etwa 106,7 Millionen Euro weniger als ursprünglich geplant für Forschung und Lehre zur Verfügung. Wie alle anderen Berliner Hochschulen musste auch die UdK sparen, wo sie konnte: Es gab einen vorübergehenden Einstellungsstop, die Budgets der Fakultäten und Zentren wurden anteilig eingefroren. So fehlten der Musikfakultät zum Beispiel Mittel für Klavierstimmungen oder die Reparatur von Instrumenten.
Dieser Schwebezustand hielt lange an: Erst ein Jahr später, im Februar 2026 und nach intensiven Verhandlungen mit der zuständigen Senatorin und dem Staatssekretär, gab es Klarheit über die Kürzungen, als der Änderungsvertrag zu den bis dahin bestehenden Hochschulverträgen unterzeichnet wurde. Seitdem können vakante Stellen zwar wieder neu besetzt werden, doch wurde auch deutlich: Für die Jahre 2026 bis 2028 stehen der UdK zwischen gut 22 Millionen Euro (2026) und knapp 30 Millionen Euro (2028) weniger zur Verfügung. »Universitätsübergreifend wurden über 100 Positionen gestrichen, durch alle Universitätsgruppen hindurch (Mittelbau, Professuren, Verwaltung…), die einer Einsparung von rund 5 Millionen Euro entsprechen«, erklärt die UdK gegenüber VAN. Der Studiengang Gesang / Lied wurde eingestellt. An der Fakultät Musik sei außerdem ein »nicht mehr zu bewältigender Bedarf in Vorlesungen und Seminaren im Fach Musikwissenschaft« entstanden, hier fiel eine Professur weg. Dies führe zu einer »Mehrbelastung der verbliebenen Mitarbeitenden und der Überfüllung von Hörsälen, die nicht mehr aufgefangen werden kann«. Auch die dringend notwendige Erneuerung von Aufnahmetechnik in den Studios der Tonmeister-Studiengänge könnten nicht im vollen Umfang erfolgen. In der Kirchenmusik sei die ursprünglich geplante Anschaffung von Übeinstrumenten auf Eis gelegt, vorhandene Instrumente könnten nicht in Stand gesetzt werden. Auch die Orchestermusik leide: Gastprofessuren würden nicht mehr besetzt, was Auswirkungen vor allem auf die Kammermusikausbildung und vor das Hochschulorchester habe.

