Willkommen in Wagners Wachsfigurenkabinett. Grüß Gott die Kunst! Die Moomins kommen! Parsifal ist immer Daddy Cool. Z.U.K.U.N.F.T. pisst alles weg. Mondparsifal ist die Radikalsttotale Kunst. Ideologie ist kalter Kaffee. Erzmacht Erzvater Erzmutter! SchmERZ lass nach. Milchbart=Blaubart. Und jetzt?
»Kunst ist die Regierungsform von Morgen. Kunst ordnet«, kritzelt Jonathan Meese mit dickem Filzstift auf Seite 7 seines Erzmanifests zu Richard Wagner, das er am Rande seiner Mondparsifal-Urauführung bei den Wiener Festwochen zu Papier gebracht hat. Wo Politik versagt, nämlich angesichts des totalen Weltchaos, wo Politik Zukunft verspricht, aber scheinbar nur den Weg dorthin versperrt, da ist die Kunst zur Stelle und ordnet alles. Sie, die Unendliche, die Erzmutter, die göttlich Geniale! Ist sie nach etwa 2000-jähriger Wartezeit tatsächlich bei den Wiener Festzwochen 2017 auf Erden gelandet?

