Kaum ein Orchester wurde durch die Pandemie so gebeutelt wie das Mahler Chamber Orchestra: Als freies Ensemble ohne strukturelle Förderung, das weltweit agiert, lebt es von der Durchführung komplexer Tourneen und von einem internationalen Konzertmarkt, der diese bezahlen kann. Dazu kommt, dass das Orchester zwar seinen Sitz in Berlin-Kreuzberg hat, seine 45 Mitglieder aus 20 Ländern zu den Projekten jeweils aber aus unterschiedlichen Orten anreisen. Das MCO ist ein gleichermaßen agiles wie fragiles Gebilde, das durch die Corona-Beschränkungen in seinem Identitätskern erschüttert wurde. Hartmut Welscher sprach mit MCO-Geschäftsführer Michael Adick per Zoom über die aktuelle Lage des Orchesters, die Zukunftsaussichten und das Tourneegeschäft post-Corona.
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