Ganze Bücher ranken sich um die psychischen Erkrankungen berühmter Musikerinnen und Musiker. Noch immer hält sich die Auffassung, große Kunst könne nur unter großem Leid entstehen. Ob voyeuristisch oder nicht: Wer Kompositionen ausschließlich unter den Vorzeichen biographischer Informationen über Leid, Not und Krankheit rezipiert, der macht sicherlich etwas falsch. Und so muss auch die Depressionserkrankung von Mel Bonis (1858–1937) nicht Anlass sein, das musikalische Werk dieser Komponistin nach »Anzeichen von irgendwas« zu durchforsten.
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