Wer keine Zeit hat, der muss sich Zeit nehmen. Das ist eine konfuzianische Maxime, speziell für Musiker kann sie gefährlich werden. Schmal ist der Grat, der den erfüllten Augenblick von der gepflegten Langweile trennt. Und da das wiederum jeder für sich anders definiert, kommen subjektive Laune oder Erfahrung ins Spiel. Beim Einsteigen in den Bus der Linie 2 am Kaiserkai ist der Diskurs noch im vollen Gange. Sie habe, ruft eine Hamburger Musikfreundin, »ihren Schumann« nicht wieder erkannt: alles viel zu schnell durchgerauscht, ohne Punkt, ohne Komma. Eine andere widerspricht: Ihr war ausgerechnet der letzte Satz zu lahm. Es gab da offenkundig etwas Streitbares in der Elbphilharmonie zu hören.
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