Wir treffen uns in seinem Produktionsbüro in Köln, direkt am Ring. Keine Fragen zur Biennale, das ist die einzige Bitte, er ist da an die Strukturen und Absprachen mit der Institution gebunden. Am 19. November wird Manos Tsangaris (zusammen mit Daniel Ott) als designierter Leiter das Programm der Münchener Biennale für Neues Musiktheater (Link) in einer Pressekonferenz vorstellen. Im Dezember 2015 erscheint über ihn ein Sonderband der ehrwürdigen Musik-Konzepte (Link). Zwei deutliche Anzeichen für ein Ankommen, trotz Gegenwind (Link zum NMZ-Blogartikel aus Donaueschingen 2009). Es war nicht unbedingt zu erwarten, dass er mal in diesem Segment landen würde, sagt er. Manos Tsangaris hat die Fitness und die gute Laune, die die Forschung seit einiger Zeit eindeutig auch auf das Schlagzeugspielen zurückführt. Seine Arbeit als Künstler und Kurator hat viele Bezugsebenen, weit über das Komponieren hinaus, und wenn er davon erzählt, spricht unbekümmerte Neugier. »Ich stehe um sechs auf, damit ich schon früh was schaffe. Dann schlafe ich mittags manchmal, so wie heute. Hinterher kriege ich dann so Redeanfälle wie jetzt gerade – als wenn ein neuer Tag beginnt.«


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