In Köln wurde gerade der Haushaltsentwurf mit einem Volumen von circa 6 Milliarden Euro vorgestellt, der harte Einsparungen im Kulturbereich vorsieht, darunter die komplette Streichung des Zuschusses für das Acht Brücken Festival für zeitgenössische Musik und für das Ensemble Concerto Köln. Zahlreiche Unterstützungen für die freie Szene wie die Cologne Jazzweek wurden ebenfalls gestrichen oder bis zur Nichtauffindbarkeit zusammengekürzt.
Die Förderung von Kunst, und zwar die politisch voraussetzungslose Förderung, ist geradezu ein Markenzeichen der freiheitlichen Demokratien geworden. Repressive Regimes lassen die Kunst entweder fallen, weil das Geld anderswo benötigt wird, nicht zuletzt in den Taschen der Machthaber, oder benutzen sie für ihre Propagandazwecke. Anders in den anspruchsvollen Zivilgesellschaften. Selbst da, wo das Geld knapp ist, werden Mittel zur Förderung von Kunst bereitgestellt. Deutschland und seine Länder und Gemeinden sind da sehr engagiert. Zumindest waren sie es bis jetzt.

