Die Popmusik ist für das Remixen prädestiniert: Die Melodie eines Folksongs mit einem hakeligen Elektronikbeat, ein Soulklassiker als Refrain eines Hip-Hop-Songs — ganze Musikstile bauen auf dem Auseinanderbauen und Wiederzusammensetzen von konservierten Klängen und Strukturen auf. In der klassischen Musik hat der Begriff einen selteneren Klang; bekannt ist vielen vielleicht die Recomposed-Reihe der Deutschen Grammophon, in der zentrale Künstler aus Techno, Dub, Elektronika, Hip Hop auf Debussy, Vivaldi und andere losgelassen wurden und werden. Gerade in der wachsenden Unschärfezone zwischen E- und U-Musik ist das Manipulieren, Filtern, Schneiden, Sampeln auch von klassischem Material immer häufiger zu hören. Wir haben zwei Künstler nach ihrem Zugang, ihrer Haltung gefragt und hören auch einmal rein.



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