Ingo Metzmacher sitzt irgendwo in Wien in der Sonne, als wir uns per Zoom treffen, und erholt sich für ein paar Tage von den Proben in Mailand, wo er an der Scala die Uraufführung von Il nome della rosa vorbereitet, eine Oper von Francesco Filidei nach Umberto Ecos Roman. Nach deren Premiere wird er in Hannover zum zehnten und letzten Mal die Kunstfestspiele Herrenhausen (22. Mai–8. Juni) als Intendant realisieren, als Dirigent ebenso.
Vor 67 Jahren in Hannover geboren, international tätig, dabei treuer und leidgeprüfter 96-Fan, haben er und sein Team seit 2016 seiner Heimatstadt ein Festival im Metropolenformat verpasst. Musiker, Choreographen, Theaterleute, Rapper, die man sonst eher in Amsterdam, Berlin, Hamburg, Wien trifft, kamen und kommen an die Leine und bespielen auch das Herzstück des Festivals, den barocken Garten von Herrenhausen. Metzmacher ist dabei nie auf Nummer Sicher gegangen, er liebt Abenteuer und Entdeckungen. Das Publikum wuchs stetig. Wie macht er das, was änderte sich, was erwartet uns in diesem Sommer? Und was hat uns der große Amerikaner Charles Ives über Trump zu sagen?
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