Die Geste guten Humors lässt sich nicht genau definieren, es gibt viele. Den Rahmen einer Situation nicht mehr als ausschließlich ernst zu akzeptieren, ist eine grundlegende. Darzustellen, dass diese Situation noch anderes enthält, als man denkt, eine andere. Wer sich unerwartet offen gibt, etwas von sich verrät, wer neugierig bleibt, kann im richtigen Kontext humorvoll werden und lustig wirken. Bizarr, exzentrisch, auch das kann die Geste des Humors sein. Manchmal reicht ein anderer, der dasselbe bemerkt hat, und es wird lustig. Die Wahrnehmung von Freiheit, die Entwicklung von Anteilnahme – Nährböden für guten Humor. Slapstick, Schadenfreude? Manche möge auch das.

In der Klassikkultur haben sich ein paar Humor-Disziplinen herauskristallisiert, die einiges über das Verhältnis von »Klassik und ich« verraten. Ob sie lustig sind oder nicht, darum geht es nicht hauptsächlich. Aber was verraten sie über die Wahrnehmung einer Kultur und der eigenen Rolle darin?.


Jetzt abonnieren, um weiterzulesen.

Unbegrenzter Zugang zu allen aktuellen Artikeln und dem Archiv

VAN als unabhängiges Magazin wird maßgeblich über Abos getragen. Mit Ihrem Abo ermöglichen Sie unsere Arbeit und sichern die Zukunft von VAN.


Sie haben schon ein Abo?