Als ich Gwendolyn Toths Wohnung über dem Lincoln Center in Manhattan betrete, sehe ich vor allem: Tasteninstrumente. Drei stehen verpackt und hochkant im Eingangsbereich, die anderen im Wohnzimmer. Manche sind reisefertig, andere warten nur darauf, dass sich jemand an die Tasten setzt. Ein Virginal, ein Hammerklavier, mehrere Cembali, insgesamt sieben Instrumente.Eine Orgel hat sie hier nicht, obwohl sie gerade für dieses Instrument als Spezialistin gilt. Auf verschiedenen Orgeln mit unterschiedlichen Stimmungen hat Toth bis dahin weitgehend unbekanntes Repertoire eingespielt. Sie spielte eine entscheidende Rolle bei der Wiederentdeckung Monteverdis und veröffentlichte 1995 mit ihrem Ensemble ARTEK eine der schönsten und unverwechselbarsten Aufnahmen, die von L’Orfeo existieren. Mit ihr sprach ich über ihr Leben für die Alte Musik.
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