»Erfolgreiche DJs gliedern ihre Playlists in drei Abschnitte: Warm-Up, Primetime und Cool-Down – das solltest du auch tun!«, lese ich im Netz. Hmmm, dies hier ist meine allererste Playlist. Ich bin kein DJ. Und auch nicht Deutschlandradio, muss also nichts von allgemeingültiger Relevanz listen, sondern darf in meinem Gedächtnis und Leben kruschen und kramen und muss mich nicht um irgendeine Reihenfolge scheren. Mein Feuer für die Musik, die mich in diesen Tagen berührt und die morgen schon von ganz anderen Tönen abgelöst werden kann, überträgt sich hoffentlich.
Maurice Ravel – Concerto in G Dur, Adagio assai
Daniil Trifonov, Hannu Lintu, Finnish Radio Symphony Orchestra
Faszinierend ist das Einfache, weil es unmittelbar berührt. Aber was einfach klingt, war wohl nicht leicht zu komponieren. Ravel hat um jede Note gerungen und war immer noch nicht zufrieden: Mit diesem Wissen wird jede Note zum Ereignis. Den Komponisten brachte die schlichte Melodie, wie er selbst schreibt, fast ins Grab – mich katapultiert sie in den Himmel.

