Tk tk. T-tk t-tk t-tk tk. Links neben dem Publikum im Mozart-Saal der Donaueschinger Donauhallen klacken einsam die Buchstabenhämmerchen einer Schreibmaschine. Tk tk-tk tk tk. Dann unterbricht: Das SWR Symphonieorchester unter Leitung von Pascal Rophé mit kollektivem Pusten, Sirren, Zischen; einer rauschenden Fläche ohne erfassbare Tonhöhen jedenfalls. Von rechts neben dem Publikum antwortet ein zweiter Schreibmaschinist mit einsamen Klack-Lauten über der pustenden Orchestergrundierung. Intervention des Schlagwerks mit Paukenwirbel und dem Ratschen auf Klangobjekten. Malin Bångs Komposition splinters of ebullient rebellion lebt vom Spiel tonhöhenloser Klangfarben, die durch unterschiedliche, meist perkussive Verfahren hergestellt werden. Bürste auf Styropor, Klopfen auf Geigenrücken, Grollen, Rauschen; Bänder, die durch Trommelfelle gezogen werden und dabei eine Art Heulen verursachen, das Durcheinanderflirren leiser Streicherglissandi, Schläge auf unterschiedlichste Klangobjekte.
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