Christoph Koncz kommt gerade aus Genf. Dort hat er dirigiert. Nun ist er wieder zuhause, in Wien, wo er bei den Philharmonikern die Position des Stimmführers der Zweiten Geigen innehat. Mit 20 Jahren wurde er frisch von der Uni wegengagiert. Seitdem spielt er immer noch und immer wieder auch als Solist. Eine zufällige Begegnung in Salzburg mit der Geige Mozarts brachte ihn auf die Idee, alle Violinkonzerte des Komponisten mit dessen eigenem Instrument einzuspielen. Koncz lebt in verschiedenen Klangwelten. Mit der Geige des Komponisten soll es möglichst klingen, wie zu Mozarts Zeiten – und bei den Wiener Philharmonikern möglichst nach Wiener Philharmonikern. Dort geht es um einen Klang, den der Vorstand des Orchesters, Daniel Froschauer, so beschreibt: »Es muss in Fleisch und Blut übergehen, dass man sich zurücknimmt, wo man nicht so wichtig ist.« Wer gut zuhören könne und in die Tradition hineinspüre, der sei ein guter Philharmoniker.
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