Die Sopranistin Asmik Grigorian feiert schon länger beachtliche, überaus solide Erfolge. Als Tochter zweier Opernsänger schloss sie 2006 ein Gesangsstudium in ihrer Heimatstadt Vilnius ab. Anschließend wurde sie von Opernhäusern in ganz Osteuropa eingeladen; seit 2011 tritt sie auch im deutschsprachigen Raum auf und hat bis heute ganze 60 Rollen in ihr Repertoire aufgenommen. Nun hat ihre Darbietung von Richard Strauss‘ Salome in diesem Sommer in Salzburg aber noch einen bedeutenden Sprung auf der Karriereleiter und einigen Schwung in ihre Buchungsanfragen gebracht. Der Vergleich mit Anna Netrebko steht im Raum, die 2002, ebenfalls in Salzburg, ihren Durchbruch zum Weltstar geschafft hatte. Und ist das Attribut »Weltstar« erst einmal im Umlauf, dann entfaltet dessen Echo ohnehin seine eigene Dynamik. Grigorian selbst sagt selbstbewusst in Bezug auf Netrebko, mit deren Erfolg lasse sie sich gern vergleichen, nicht aber mit der Stimme oder Person: da sei sie selbst dann schließlich immer die zweite. Im November stand Grigorian in Frankfurt als Iolanta in Peter Tschaikowskys gleichnamiger Oper auf der Bühne. Teresa Roelcke hat sie zwischen zwei Aufführungen getroffen.


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