Auf vielfältige Weise beschäftigen sich bei der Ruhrtriennale 2019 Künstler*innen mit der eigenen privilegierten europäischen Existenz. Dabei stellt sich die Frage: Wer darf wen in welchen Kontexten repräsentieren? »Die Krise der Repräsentation entsteht aus der Erkenntnis, dass die europäische Demokratie immer auch schon eine rassistische Konstruktion war, die auf Macht und Privilegien beruht«, so Festival-Intendantin Stefanie Carp. »Gleichzeitig ist es zwingend notwendig, die Idee der Demokratie zu verteidigen, sich mehr denn je für eine diverse, offene Gesellschaft und transnationale Öffentlichkeit einzusetzen und somit die Demokratie herzustellen, die es im Sinne von Gleichheit zu keiner Zeit gegeben hat.« Wir stellen hier in vier Texten Musiker*innen vor, die bei der diesjährigen Ruhrtriennale Möglichkeitsräume ausloten.

