Ich habe Daniel Barenboim zwei Mal getroffen: zunächst bei seinem ersten Peking-Besuch 2008; nach einer Pressekonferenz haben wir uns kurz unterhalten. Ich war damals von seinen und Edward Saids Friedensbemühungen im Mittleren Osten sehr beeindruckt und hatte die chinesische Übersetzung ihrer Dialoge Parallelen und Paradoxien: über Musik und Gesellschaft gelesen. Auch seinen unorthodoxen Umgang mit der Kombination Richard Wagner und Jerusalem fand ich bemerkenswert (2001 dirigierte Barenboim in Jerusalem einen Auszug aus Tristan und Isolde als Zugabe, d. Red.), und so konnte ich einen chinesischen Verleger davon überzeugen, sich die Rechte an Barenboims damals aktuellem Buch Everything is Connected zu sichern und begann selbst, das Werk zu übersetzen.


Jetzt abonnieren, um weiterzulesen.

Unbegrenzter Zugang zu allen aktuellen Artikeln und dem Archiv

VAN als unabhängiges Magazin wird maßgeblich über Abos getragen. Mit Ihrem Abo ermöglichen Sie unsere Arbeit und sichern die Zukunft von VAN.


Sie haben schon ein Abo?