Vielleicht der Höhepunkt dieser neunzig Minuten ist der elfte Abschnitt, eine Insel der Freude, auf der hypnotische Klingen und Schellen ertönen, eine im schrägen Sinn fast disneyhafte Aurora-Verzückung; danach aber pfeifen die Ondes Martenot im Wald der Verlassenheit. Visage de Paix encadré de la forêt des cheveux … Divin modèle des monastères qui seront son repos ist weitschweifig der jauchzende Teil überschrieben: »Ein Gesicht des Friedens, umrahmt vom Wald der Haare … Göttliches Vorbild für die Klöster, die ihm Ruhe schenken werden«. Darin erklingen neben der durchgehenden solistischen Trinität von Sopran, Harfe und Flöte mehrere ausgelassene Holzbläser sowie diverse Glockeninstrumente und sonstige Schlagidiophone. Was folgt, heißt kurz Abandon de Dieu, »Gottverlassenheit«, und darin ist neben den geistersphärischen Ondes Martenot, diesem fast antiken elektronischen Schallwellenwerfer, nur eine Solo-Violine dabei. Lediglich winzige Zeichen geben dabei die sonst durchgängig zu hörenden drei Hauptstimmen des Werkes von sich.
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