Der Rhein ist hier schon relativ breit und schnell. Je nach Pegelstand schafft er auf der Höhe des Bonner Bundesdorfs 6 bis 10 Stundenkilometer. Schwimmen ist streng verboten. Aber es gibt hier immer noch schöne Stellen am Fluss, an denen das Ufer strandartig anmutet und man Kiesel flach übers Wasser titschen kann, als wäre man am Meer. Wenn man über die Kennedybrücke hineinfährt in die Stadt, sieht man links am Ufer das Theater liegen und rechts das Konzerthaus. Das Stadttheater, Baujahr 1965, erinnert an einen Haufen zusammengewürfelter Kinderklötzchen. Die Beethovenhalle, Baujahr 1959, an eine Riesenschildkröte, die gerade an Land gekrochen ist. Was man von außen nicht sehen kann: Innen sind beide Bonner Hochkulturhäuser traumblau. 


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… lernte Geige und Klavier, studierte Musik-, Literatur- und Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin, promovierte über frühe Beethoven-Rezeption. Von 1994 bis 1997 Musikredakteurin der Zeit, von 1997 bis 2018 bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Seither wieder freelance unterwegs. Seit 2011 ist Büning Vorsitzende der Jury des Preises der deutschen Schallplattenkritik.