In meinen Streamingdiensten finde ich das Stück nicht. Der alte Paul McCartney, so lese ich in der ZEIT, soll nach Jahren wieder einen Track veröffentlicht haben, es soll Bonus Track heißen und 2:45 (eine klassisches Beatles-Maß) lang nichts anderes als sein als das akustische Geräusch-Polaroid eines menschenleeren Aufnahmestudios. Das Ganze sei als Protestaktion zu verstehen, gegen die Umtriebe der KI, bestehendes Musikmaterial – und darunter sicher eine Menge McCartney- und Beatles-Songs – zu Trainingszwecken zu nutzen. Das regt ihn auf, dabei hatte er früher einmal die neuen technischen Möglichkeiten gepriesen und das Release eines mit KI-Hilfe generierten, aus Studioschnipseln zusammengerechneten Quasi-Beatles-Songs eigentlich gut gefunden, das Werk hieß bezeichnend Now and Then.
Unabhängig von der investierten Rechenleistung klingt das immer noch inspirierter als die endlosen Retorten-Tapeten der A-Rotation-Radios und Überall-Zwangsbeschallungen, mit denen, sicher nicht ohne little helpers der KI, unsere Gehörgänge alltäglich verklebt werden.

