Ähnlich wie im Falle von Franz Schuberts Symphonie h-Moll spürt man anhand von Anton Bruckners unvollendeter Symphonie No. 9 den schmerzlichen Verlust im Sinne eines »unfertigen Werkes« kaum. Bruckner ist dabei – anders als Schubert – aufgrund eines zutiefst humanen, ja anlässlich des intimsten, privatesten, banalsten wie auch feierlichsten Ereignisses im Leben eines Menschen überhaupt mit der Symphonie nicht fertig geworden: Er ist einfach gestorben.
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