»Wir brauchen dringend noch eine neue Madame Butterfly!« – »Warum machen wir hier keine Aida?« Wie beruhigend für Intendanten, Regisseure und Musikdirektoren, dass Mozart, Verdi, Puccini, Wagner und Co. sich im 18. und 19. Jahrhundert um das »Opernrepertoire« gekümmert haben, höchstens 50 Musiktheaterwerke, auf die sich immer wieder zurückgreifen lässt.


Und obwohl die Kunstgattung Oper immer wieder zum Schauplatz erbitterter nationalästhetischer Kämpfe wurde, hat sie sich als Institution des Bürgertums im späten 19. Jahrhundert nicht nur – wie auch andere bürgerliche Kunstformen – internationalisiert, sondern wurde zum symbolischen Vorläufer der Globalisierung schlechthin. Dadurch wurde auch ein sich rasch internationalisierender »Sänger-Markt« begünstigt.


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