Üben, Konzerte spielen, unterrichten – und dann noch nach verschwundenen Stücken suchen – Sie haben viel zu tun. Welche Prioritäten setzen Sie?
Genauso wichtig wie das Spielen ist das Entdecken! Ich versuche beständig, das Repertoire für die Trompete zu erweitern. Dieses mutet zunächst recht klein an. Aber wenn man mal weiter guckt und forscht, entdeckt man immer neue Stücke, die es unglaublich wert sind, dass man sie spielt und hört.
Es geht darum, blinde Flecken, die man im Repertoire sieht, zu putzen. Das kann ich zum Beispiel auch bei den großen Musikwettbewerben tun, wenn ich dort Gelegenheit habe, das Repertoire mitzubestimmen. So etwas wirkt immer bewusstseinserweiternd.

