Bodo Ramelow erntet dieser Tage einen Shitstorm für seinen Vorschlag, den aktuellen Text der deutschen Nationalhymne zur Abstimmung zu stellen. Ramelow erklärte seinen Vorstoß unter anderem damit, dass viele Ostdeutsche »die Nationalhymne aus vielerlei Gründen nicht mitsingen«, als Alternative schlug er Bertolt Brechts Kinderhymne vor. Die Aufregung im Netz ist groß, auch laut einer im Auftrag des ›Tagesspiegel‹ durchgeführten Civey-Umfrage lehnen 79 Prozent der Befragten eine neue Nationalhymne ab. Ramelow ist allerdings nicht der Erste, der diese Idee äußert: Gleich nach der Wende stellte beispielsweise die Schauspielerin Katharina Thalbach bei der damaligen Bundesregierung den Antrag, den Text der deutschen Nationalhymne durch den von Brechts Kinderhymne zu ersetzen. Eine Antwort hat sie nie erhalten. Und auch Arno Lücker erklärte schon 2023 in VAN die Kinderhymne zur besseren deutschen Nationalhymne. Er plädierte allerdings dafür, auch die Melodie von Hanns Eisler zu übernehmen – und lieferte einen passenden vereinfachten Chorsatz nebst Klavierbegleitung gleich mit.


Jetzt abonnieren, um weiterzulesen.

Unbegrenzter Zugang zu allen aktuellen Artikeln und dem Archiv

VAN als unabhängiges Magazin wird maßgeblich über Abos getragen. Mit Ihrem Abo ermöglichen Sie unsere Arbeit und sichern die Zukunft von VAN.


Sie haben schon ein Abo?