Im Jahr 2013 stand die Regisseurin und Sopranistin Julia Mintzer in der Wiederaufnahme von Achim Freyers Zauberflöten-Inszenierung an der Semperoper auf der Bühne. Die Produktion sei, so Mintzer, »in drei verdammten Tagen hochgezogen« worden. Am selben Haus, erzählt sie mir, stand die Wiederaufnahme von Ariadne auf Naxos nach nur einer Woche, für La Traviata gönnte man sich luxuriöse zwei – aber nur, weil die Hauptpartien neu besetzt waren.

Oper wird gerne als Gesamtkunstwerk bezeichnet. Eine Wiederaufnahme muss dabei das logistische Kunststück vollbringen, alle Elemente – Bühnenbild, Musik, Theater, Choreografie – unter extremem Zeitdruck wieder zusammenzufügen. Was sind das Menschen, die so etwas vollbringen?


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