Nach dem Gürzenich-Orchester und der Philharmonie gibt es nun auch bei der Oper Köln Unruhe auf Leitungsebene. Seit einigen Monaten kursieren innerhalb des Hauses Vorwürfe gegen Intendant Hein Mulders, deren Inhalt VAN vorliegt. Gestern wandte sich Mulders in einer E-Mail direkt an die Mitarbeitenden der Oper. »Seit Ende letzten Jahres kursieren verleumderische Gerüchte über mich«, so Mulders in dem Brief, der unserer Redaktion ebenfalls vorliegt. Diese hätten sich inzwischen »in der ganzen Stadt und in anderen Opernhäusern« verbreitet. Im Zentrum der Vorwürfe stehe seine sexuelle Orientierung. Mulders spricht von einer »homophoben Diffamierung«, die seinen Ruf schädigen solle und gegen die er sich juristisch zur Wehr setzen werde: »Ich bin nun auch mit meiner Geduld am Ende und werde ab sofort mit meinem Anwaltsteam strafrechtlich gegen jede Lüge vorgehen.« Mit Blick auf die kommende Spielzeit 2025/26 strebe er an, »mögliche Verwerfungen, die aufgrund der Denunziation entstanden sind, aufzuarbeiten«. Ziel sei ein Prozess, »der intern und extern wieder hinreichendes gegenseitiges Vertrauen herstellt.«


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