Auf ultrahohen Lackstiefeln tänzelt das Ensemble durch den Probenraum. Das Schuhwerk poltert rhythmisch zu Marla Glens rauchig-tiefem Sprechgesang und der Blues-Mundharmonika. Vor der riesigen Spiegelwand sitzt Martin Schläpfer mit schwarzer Sporthose, sein weißes Hemd aufgeknöpft. Ab und zu mischt er sich unter die Tänzer*innen, demonstriert einzelne Bewegungsabläufe, und wenn es dann gefällt, platzt ein begeistertes »That’s excellent!« oder »Beautiful!« aus ihm heraus. Es herrscht eine konzentrierte, aber lockere Stimmung. Geprobt wird Schläpfers Stück Obelisco, uraufgeführt 2007 in Mainz und seit dem 1. April in der Deutschen Oper am Rhein zu sehen.


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…studiert Musikjournalismus in Dortmund und kommt auch gebürtig aus dem Pott. So oft wie möglich verschwindet sie in dunklen Theatersälen und lässt dort ihren Kopf durchwühlen oder spielt ihr Lieblingsinstrument, die Querflöte. Sie arbeitet unter anderem bei WDR 3, plant und moderiert Radiosendungen und versucht in Konzerteinführungen Klassische Musik schmackhaft zu machen.