Paul Hindemiths erfolgreichstes Werk, das ihn berühmt machte, ist hundert Jahre alt und aktueller denn je. Das beweisen zwei Neuinszenierungen des Cardillac an diesem Wochenende, erst in Meiningen, danach in Zürich. Gespielt wird jeweils die Urfassung. An die von Hindemith revidierte Zweitfassung kann sich eh heute kaum noch jemand erinnern, sie wurde anno 1969 zum letzten Mal gezeigt. Wer nachfragt, wieso, hört von den Hindemith-Experten nichts als müde Gegenfragen: Um welchen Hindemith geht es denn, bitte? Um den jungen oder den alten? Vor oder nach seiner Vertreibung ins Exil?
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