Herr Kampe, haben Sie schon einmal ein Interview gegeben, das nicht mit der Frage beginnt, wie man vom gelernten Elektroinstallateur zum Komponisten wird?

Eigentlich wurde ich das noch gar nicht so oft gefragt – mir ist es eher schon passiert, dass man es für einen merkwürdigen Witz hielt. Ist aber nun mal so – ich habe eine Ausbildung gemacht: Tagsüber auf Baustellen Lampen angebracht, Schaltkästen verdrahtet und Merkwürdigkeiten gelötet. Nachmittags im Schulorchester (im Blaumann, wenn keine Zeit zum Umziehen war) Haydns Schöpfung gespielt. Leider habe ich noch während der Gesellenprüfung, kurz vor der Abnahme durch meinen Meister, einen Schlag bekommen. Die Entscheidung, doch lieber Komponist zu werden, hat mir vermutlich das Leben gerettet. Grundgütiger: Ich war ein wirklich schlimmer Elektriker.


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