Auf Treppenstufen sitzend Sterni trinken und Schönberg hören, das passt nicht zusammen – scheint sich die Deutsche Bahn zu denken. Darum soll ab Herbst der Durchgangsbereich des Berliner S-Bahnhofs Hermannstraße durchgängig mit atonaler Musik beschallt werden – ein Pilotprojekt, das Vorbild für weitere Bahnhöfe werden könnte. Über Sinn und Unsinn von Klassik-Offensiven an Bahnhöfen und das Menschenbild von Verkehrsbetrieben, die sich sowas ausdenken, ist schon viel geschrieben worden. Ich mache mich auf die Suche nach dem Kern des Ganzen: Der Musik, der ultimativen Bahnhofs-Vorplatz-Playlist. Erstmal rufe ich dazu den zuständigen DB-Mitarbeiter in Berlin an.
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