Tenor Allan Clayton im Interview

Text · Titelbild © MONIKA RITTERHAUS · Datum 27.6.2018

Allan Clayton fegt als ein lebhafter Jupiter im schwarzen Dreiteiler mit pinken Socken über die Bühne der Komischen Oper. In Händels Semele verliebt sich der Gott in eine Sterbliche. Als Clayton die Zeilen »Where’er you tread the blushing flow’rs shall rise / And all things flourish where’er you turn your eyes« aus der berühmten Arie  Where’er you walk singt, spüre ich auch im Saal etwas erblühen – keine Blumen, sondern eher Aufmerksamkeit und Ergriffenheit. Seine Stimme klingt sanft, zart und rein – Eigenschaften, die man von Tenören nicht unbedingt kennt. Einige Wochen später treffe ich Clayton – diesmal im sportlichen Adidas-Outfit –  nahe der Komischen Oper auf einen Kaffee.


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... ist seit 2015 Redakteur bei VAN. Sein erstes Buch, The Life and Music of Gérard Grisey: Delirium and Form, erschien 2023. Seine Texte wurden in der New York Times und anderen Medien veröffentlicht.