Aufmerksamkeit ist nicht erst seit neuestem Thema, im späten 19. Jahrhundert war es nicht anders. Richard Wagner änderte seine Meinung zum spannungsgeladenen Verhältnis zwischen der Produktion und dem Konsum von Kunstwerken immer mal wieder. Manchmal klingt in seinen Äußerungen seine revolutionäre Zeit nach: Er verachtete den Gedanken, die Rechte an seinem Werk zu verkaufen, weil diese seiner Meinung nach der Allgemeinheit oder – etwas problematischer – »der Nation« gehören sollten. Dann wieder gab er sich auf bizarre Weise autoritär. Gegen Ende seines künstlerischen Schaffens sehnte sich Wagner nach einer Art träger, wohlwollender Aristokratie, deren Mitglieder, von den vulgären bürgerlichen Produktivkräften unbefleckt, zu wahren, standhaften und ungewöhnlich aufgeschlossenen Förderern der Künste werden sollten.


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… schreibt für ›The Nation‹ über Architektur und ist Gründerin des Blogs ›McMansion Hell‹. Bevor sie zu ›The Nation‹ kam, war Wagner als Kritikerin bei ›The Baffler‹ und ›The New Republic‹ tätig. Sie lebt in Chicago, Illinois.