Wie wir uns daran gewöhnt haben, perfekt zu sein.
Wie wir uns daran gewöhnt haben, perfekt zu sein.

»Auf das Konzert in … ›freue ich mich ganz besonders‹ (Ich weiß nicht, wo das ist und wie es da aussieht); Paganini ›ist eine spannende Herausforderung‹ (ich habe Angst); ›Natürlich, mit der Geige könnte ich viel mehr glänzen, aber sehen Sie, der Klang der Bratsche … genau dunkel und samtig.‹ (Wie kann man nur diesen Vergleich anstellen?)« Nils Mönkemeyer übersetzt die schöne Oberfläche ins echte Musikerleben und fragt, warum die Profis nur so selten sagen, was ihnen wirklich durch den Kopf geht.


Der Klassikkultur sind bei der Denkmalwerdung die Ich-Erzählungen abhandengekommen.
Der Klassikkultur sind bei der Denkmalwerdung die Ich-Erzählungen abhandengekommen.

Wenn die Musikerinnen schon keine persönlichen Geschichten erzählen können, kann man dann von den Hörern verlangen mit Bekenntnissen, Erinnerungen und Erfahrungen herauszurücken? Ja, denn: »Was ist das für eine Kultur, über die zu sprechen nur Expertise erlaubt, in der man Musik nicht einfach nur hören, irgendwie finden und mit seiner eigenen Lebenswelt in Bezug setzen darf?« Hartmut Welscher mit einem Pladoyer für mehr Ich-Erzählungen.


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