Im Herbst 2023 startete Christof Loy, damals als Regisseur mit Strauss’ Elektra, Respighis La fiamma und Guercoeur von Albéric Magnard zwischen London, Berlin und Strasbourg unterwegs, eine überraschende Initiative auf LinkedIn: Er stellte einen Zarzuela-Kalender ins Netz. An 365 Tagen ging jeden Morgen eine Aufnahme mit hochkarätigen Interpreten online, ergänzt um einen kompakten Essay mit sorgfältig recherchierten Hintergrundinformationen. Ganz schön viel Arbeit für einen, den man mit Proben für Neuproduktionen und Wiederaufnahmen hinreichend ausgelastet geglaubt hätte. Warum tut er sich das an? Weil er von dieser Form des Musiktheaters restlos begeistert sei, meint er, und der Zarzuela endlich zu jener Geltung verhelfen wolle, die sie seiner Ansicht nach verdiene. 


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… ist freie Autorin und Kulturpublizistin in Wien. Nach einem Studium der Theaterwissenschaft und einer praxisorientierten journalistischen Ausbildung hat sie vielfältige Erfahrungen als Kulturjournalistin gesammelt, u. a. als Chefin vom Dienst des Magazins ›Bühne‹ sowie als Redaktionsmitglied des ›Kurier‹ und als Radiomoderatorin. Später hat sie sich auf die Gestaltung von Publikationen spezialisiert, etwa als Herausgeberin des Salzburger Festspielalmanachs und als Chefredakteurin der...