Wenig lässt die Kommunikationsdrähte der Klassikfans und -profis derart heißlaufen wie Gerüchte über das neue Personal auf vakanten Führungsposten. Da dachten sich die Kommunikationsprofis der Rundfunk Orchester und Chöre gGmbH Berlin (ROC) vielleicht: Nur Stümper lassen sich die Butter vom Brot nehmen, wir entfachen die Gerüchte über uns selbst. In einer Stellenausschreibung für eine neue Orchesterdirektion beim DSO wurde jetzt kollateral auch der Nachfolger von Chefdirigent Robin Ticciati gedroppt: »Gesucht wird eine Persönlichkeit, die gemeinsam mit Kazuki Yamada und dem DSO die Rolle eines bedeutenden Symphonie- und Medienorchesters im 21. Jahrhundert entwickeln möchte.« Und an anderer Stelle: »Mit der Spielzeit 2026 / 2027 übernimmt **Kazuki Yamada als Chefdirigent** die künstlerische Leitung des DSO.«

Der Name Yamada als Nachfolger von Ticciati kursiert hinter vorgehaltener Hand schon länger. Er ist seit April 2023 Music Director des City of Birmingham Symphony Orchestra. Daneben leitet er seit 2016 das Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo und ist Principal Guest Conductor des Yomiuri Nippon Symphony. Er lebt seit 2010 in Berlin und dirigierte das DSO zuletzt anstelle des verstorbenen Sir Andrew Davis beim Musikfest Anfang September. Nach VAN-Informationen ist man derzeit in Verhandlungen. Gerüchteweise wollte man zuerst … aber das lassen wir jetzt. ¶


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