Der Cembalist und Ensemble-Leiter William Christie wirkt auf den ersten Blick wie ein der amerikanischen Oberschicht entstammender CIA-Agent der 1960er Jahre, so, als wäre er just Norman Mailers Roman Harlot’s Ghost entschlüpft. Als ich ihn am 12. Dezember morgens in Berlin traf, trug er einen maßgeschneiderten schwarzen Anzug, blaues Hemd, beiges Einstecktuch und gepunktete Socken. Er sprach aristokratisches Amerikanisch, ein Nachklang seiner Studienzeit in Harvard und Yale. Wir gingen in die Bar des Berliner Grand Hyatt Hotel, wo er residierte, und suchten uns einen Tisch. Im Hintergrund säuselte Fahrstuhlmusik, irgendwas mit Saxophon. »Es ist nicht nervig, es ist zerstörerisch«, sagte er. Wir gingen zurück in die Lobby. Gegen Ende des Interviews fragte ich ihn, ob er noch Zeit für eine letzte Frage hätte. Er antwortete: »Sobald mein Team ankommt, lasse ich dich fallen wie eine heiße Kartoffel.«


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