Links und Bagatellen

Text Tobias Ruderer · Foto Mr Thinktank (CC BY 2.0) · Datum 12.4.2017

Die ersten Bilder vom gestrigen Bunkersalon sind da.

… auf der Facebook-Seite des Ensemble Resonanz.

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Martin Hufner mit einem Kommentar zum Currentzis-Signing des SWR-Symphonieorchesters.

Mit Beginn der Spielzeit 2018/19 wird Teodor Currentzis der erste Chefdirigent des SWR Symphonieorchesters. © SWR/Anton Zavjyalov 
Mit Beginn der Spielzeit 2018/19 wird Teodor Currentzis der erste Chefdirigent des SWR Symphonieorchesters. © SWR/Anton Zavjyalov 

Auf dem Bad Blog der nmz:

Er, Teodor Currentzis, hat also eine Aufgabe übernommen, ein konkurrenzloses Orchester zu betreuen. So muss man es wohl verstehen. Dem SWR ist es dagegen gelungen, mit der Entscheidung, Teodor Currentzis (TC) als Chefdirigent für das fusionierte SWR Symphonieorchester ab der Spielzeit 2018/19, sich in die Öffentlichkeit zu spielen. Manche Beobachterinnen haben die Entscheidung wohl erwartet, manche (wie ich) waren überrascht.

Guter Überblick, wie immer interessant auch die Kommentare unter dem Artikel.

Zitate aus Pressemitteilungen, die wir diese Woche nicht gelesen haben:

Seltsamer Abschluss der …-Festwochen. Besucherzahlen im Rahmen den üblichen Schwankungen.

Intendant … erklärte: »›Begeistert?‹ ›Verhalten?‹ Natürlich weiß man nicht, wie es ›dem Publikum‹ gefallen hat, dafür sind es viel zu viele. Ich habe einen von der Presse getroffen, der fand es gut, eine Frau hat bei einem anderen Konzert ›Buh‹ gerufen und ein älteres Ehepaar meinte, dass sie immer gerne hierher kommen.«

Die Playlist zur Ausgabe #102 ist da.

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Zum Interview mit Mahan Esfahani:(1) Esfahanis Intepretation von György Ligetis, Passacaglia ungherese, eine Liveaufnahme aus der Wigmore Hall.

Zu Albrecht Selges Bericht aus Berliner Konzerthaus-Toiletten gibt es zwei Stücke:(2) »Und eben deshalb ist es so schlimm, wenn ausgerechnet in diesem Fluchtraum, dieser geschützten Stille, dieser Hörkapsel ein arger Mensch an der Vespasienne den Lindenbaum […] nachpfeift.« Damit das nicht passiert, weisen wir diesem Lindenbaum aus Schuberts Winterreise hier seinen Platz zu, ist ja kein Ohrwurm, was soll schon schiefgehen.(3) »Ein fauliger, schneidender Geruch gemahnt, man muss es sagen, an Seuchen-Opern wie Benjamin Brittens Tod in Venedig

Zu What’s up with … Wagner zwei Lieblingsstücke aus der Redaktion:(4) Parsifal, Prelude; Bayreuther Festspielorchester mit Hans Knappertsbusch (Dirigent)(5) Tristan und Isolde, II. Akt: »O sink hernieder, Nacht der Liebe«; Wolfgang Windgassen, Birgit Nilsson, Bayreuther Festspielorchester mit Karl Böhm (Dirigent)

Das Musikprogramm der documenta 14 hat in Athen schon angefangen.

Alvin Lucier, Music on a Long Thin Wire, 1977, for audio oscillator and electronic monochord, installation view, EMST—National Museum of Contemporary Art, Athens, documenta 14, photo: Mathias V­ölzke
Alvin Lucier, Music on a Long Thin Wire, 1977, for audio oscillator and electronic monochord, installation view, EMST—National Museum of Contemporary Art, Athens, documenta 14, photo: Mathias V­ölzke

Hier die Liste mit den Künstlerinnen und Künstlern der documenta 14 (Kassel / Athen; via Art News). Darunter einige Musiker*innen: Alvin Lucier, Pauline Oliveros, Cardew, Harding, Ross Birrell, Jani Christou, Iannis Xenakis. Aber es gibt noch mehr. Ein Newsletter von Ende März hat bereits Licht auf das Musikprogramm der documenta geworfen:

The extensive music program presented by documenta 14 takes center stage at the Megaron concert hall complex. Major works such as Henryk Górecki’s Symphony No. 3, Op. 36 (Symphony of Sorrowful Songs) and Frederic Rzewski’s The People United Will Never Be Defeated! are being performed along with pieces by singular contemporary composers such as Julius Eastman, Éliane Radigue, and Jakob Ullmann. Joaquín Orellana premieres his new work Sinfonía del Tercer Mundo (Symphony from the Third World), a culmination of years of experimentation with choirs and orchestras as well as his own invention, the “utilés sonoros” (sound utensils), which is on display at the Megaron at the time of his performance.

The music program at the Megaron brings attention to crucial sociopolitical moments expressed through or exemplified by musical compositions and their makers. As an extension of the regular programming at the Megaron, the series brings about alternate ways of listening and an encounter with sound’s dissident and defining mechanisms. In addition to the concert program, a set of spatial interventions makes use of the Megaron’s architectural features and engages the building’s foyers and various other interstitial spaces, while questioning the “ideal” musical conditions for which such institutions typically strive.

Neben dem zentralen Musikprogramm gibt es noch ein umherwanderndes, genannt Listening Space, kuratiert von »Sound and Music Advisor« Paolo Thorsen-Nagel. VAN besuchte Athen (und dortige Musiker*innen) zuletzt vor knapp einem Jahr, wer gerade da ist, kann sich in diesen Tagen schon einiges anhören. Zum Beispiel: 1, 2, 3 oder 4. Das Werk Social Dissonance lässt sich sogar live (und aufgezeichnet) bei Periscope verfolgen.

Style der Woche: 1970s Bach

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Dieser Moment, an dem die europäische historische Aufführungspraxis zumindest äußerlich stilistisch nahe an den Epigonen der nordamerikanischen Hippiekultur war. Und die gleichen Werke bearbeitete.